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Sonntag, 15. März 2015

Der Frühling schmeckt nach Lemon Curd

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Ich liebe den Sommer, mit seinen heißen Wüstentagen, an denen die Zunge vor lauter Durst am Gaumen klebt. Ich liebe auch den Herbst, der mit seiner kunterbunten Farbenpracht die letzten wärmenden Sonnenstrahlen auffängt. Ich liebe außerdem den Winter, die weiße Schneelandschaft und die Ruhe, die mein Herz umgibt. Aber besonders liebe ich den Frühling, der mit zartem Vogelgezwitscher und maigrünen Knospen ein neues, wunderschönes Jahr ankündigt.

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Und nun ist sie mit diesem Rezept auch bei mir eingezogen, meine Lieblingsjahreszeit.

Dieses frische Gelb der Zitronen erinnert mich an die Sonne, die momentan noch recht zögerlich hinter Wolken- und Nebeldecke hervorblinzelt, aber man merkt bereits: sie ist da und sie gewinnt jeden Tag an Stärke.

Lemon Curd ist für mich die eingefangene sonnenreife der Zitrusfrüchte. Jeder Löffel schmeckt fruchtig-frisch und macht gute Laune. Somit muss man natürlich aufpassen, nicht das ganze Glas auf einen Sitz leer zu essen ;).

Am aller aller leckeresten schmeckt diese Zitronencreme, wenn man die Früchte vom eigenen Bäumchen erntet und sofort frisch verarbeitet. So bin ich mir zu hundert Prozent sicher, dass niemals auch nur ein Tropfen Spitzmittel die Pflanze berührt hat.
Wer jetzt meint, dass in unseren Breiten doch sowieso keine Zitruspflanzen gedeihen könnten, dem kann ich stolz entgegenbringen: es ist möglich (und gar nicht mal so schwer) ein solches Bäumchen auch bei uns wachsen zu lassen.
 
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Seit einigen Jahren schon, sind wir im Besitz von sieben bis acht Zitronenbäumen, alle jeweils ca. einen Meter hoch. Vom Frühjahr bis im Herbst stehen sie an einem windgeschützten Platz mit viel Sonne, wobei sie regelmäßig ihr Wasser verlangen.
Und das wars eigentlich auch schon. Über den kalten Winter werden sie in unserer Werkstatt eingelagert, sodass sie nicht frieren, und nur ab und an gegossen.
 
Gar nicht so aufwändig, oder? Wir ernten jedes Jahr mehrere Zitronen direkt vom Baum und verwenden sie für unseren Tee, reiben die Schale für leckeren Striezel ab und pressen sie für köstlichen Lemon Curd.

 
 
Rezept Lemon Curd
 
ergibt ca. 600ml
 
3 mittelgroße Zitronen, unbehandelt
225g Kristallzucker
2 Pkg Vanillezucker
75g Butter
3 Eier
1 Tl Stärke

1.) Die Zitronen heiß waschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Danach von allen drei Zitronen den Saft auspressen.

2.) Saft und Schale gemeinsam mit dem Kristallzucker, dem Vanillezucker, der Butter und der Stärke in einen Topf geben und verrühren. Zuletzt die Eier zufügen.

3.) Unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen auf mittlerer Stufe erhitzen, bis die Masse kocht und beginnt einzudicken.

4.) Den heißen Curd jetzt in Gläser füllen, diese verschließen und auskühlen lassen - Fertig!


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Habt ihr schon mal Lemon Curd gemacht? Wenn nicht, solltet ihr euch unbedingt mal drüber trauen und es ausprobieren. Die leckere Zitronencreme ist blitzschnell zubereitet und schmeckt einfach himmlisch nach Frühling!

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen!

Hugs and Kisses
Kathi
Montag, 16. September 2013

Kriecherl-Marmelade


Kriecherl, Ringlotte oder Reineclaude sind allesamt Namen für dieselbe Frucht, die den meisten Leuten als "Mirabelle" bekannt ist.
 
Bei uns in Ostösterreich sind die ersten beiden Bezeichnungen, also Kriecherl und Ringlotte die geläufigsten. Ich kenne sonst keine Frucht, für die es mehr Begriffe gibt und die dennoch von vielen Leuten immer noch dermaßen unterschätzt wird.

Diese gewagte Aussage wird direkt durch die Reaktion meiner lieben Oma bekräftigt, als ich ihr eine gefühlte Tonne dieser süß-sauren Früchte unter die Nase hielt.
Vorweg sollte an dieser Stelle gesagt sein, dass meine Oma es liebt, Früchte zu Verwerten. Seien es Früchtekuchen, Marmelade beziehungsweise Konfitüren, Kompotte... alles Obst das einmal den Weg in unser Haus findet, wird direkt in leckere Köstlichkeiten umgewandelt.

Ringlotten wachsen bei uns en Masse auf Sträucher-Bäumen direkt an den Feldwegen und auf Äckern. So ist es natürlich naheliegend, dass ich einige Früchte (natürlich mit Erlaubnis) gepflückt habe, um Marmelade daraus zu machen. Als ich meiner Omi meine Ernte unter die Nase hielt, fragte sie nur: "Und wos mocht ma aus denen?".

Ich war total baff. Die Frau, die mir beigebracht hatte, alle Kostbarkeiten aus der Natur zu schätzen und in der Küche zu veredeln, wusste mit den wohlschmeckenden kleinen Früchten nichts anzufangen!!

Also sah ich mich dazu verpflichtet, sie etwas besseren zu belehren ;) und startete los in die Küche, um die Kriecherl zu Konfitüre zu verarbeiten.

Fazit meiner Oma: "Hätt i ned glaubt, dass des so guad schmeckt!"

Mission erfüllt.



Rezept Kriecherl Marmelade
ergibt ca. 1,2l Konfitüre
 
1,5kg Kriecherl
500g Gelierzucker 3:1
1 Vanilleschote
1 Tl Zitronensäure, kristallisiert
etwas Rum
 
1.) Die Früchte waschen, entkernen und in Stücke schneiden. In einen großen Topf geben, Gelierzucker und Zitronensäure hinzufügen und mit dem Pürierstab fein zu Mus verarbeiten.
 
2.) Vanilleschote längs halbieren, Mark herauskratzen und in das Fruchtmus rühren.
 
3.) Die Marmelade mit der Vanilleschote aufkochen und auf mittlerer Stufe 10 Minuten köcheln lassen.
 
4.) Gelierprobe machen: dazu 1 Tl der Marmelade auf ein kaltes Teller tropfen. Wird sie innerhalb von Sekunden zu Gelee, ist die Marmelade fertig.
 
5.) Die Vanilleschote entfernen und die brennheiße Konfitüre in heiß ausgespülte Gläser füllen. Die Deckel mit jeweils einem Teelöffel Rum füllen und gleich auf die Gläser schrauben.
 
6.) Marmeladegläser umgestürzt auskühlen lassen und hübsch beschriften, etikettieren,...
 
 
Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche und viel Spaß beim Nachmachen!
 
Hugs and Kisses
Kathi