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Samstag, 7. November 2015

Schnelle Zucker-Zimt Kipferl und ein bisschen Inspiration

Stressige Zeiten kennt heutzutage jeder. Wir hetzen von einem Termin zum Nächsten und bekommen doch nicht alles unter, was wir gerne erledigen oder tun würden.

Doch jede hektische Phase hat auch mal ein Ende und man kann wieder so richtig entspannen und Kraft und Inspiration tanken. Das sind die Momente, die die inneren Batterien wieder auffüllen.

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Wenn es in meinem Privatleben oder an der Uni mal wieder besonders stressig ist, leidet auch mein Blog darunter, was mir sehr sehr leid tut. Ich sitze in meiner spärlichen Freizeit aber nicht vollkommen untätig herum, sondern bastle am Layout, eigne mir neue Kenntnisse an und hole mir neue Inspirationen über Pinterest, Magazine wie beispielsweise "Sweet Paul" oder auch über Apps!

In den letzten Tagen habe ich mich eingehend mit der App SIMPLY YUMMY* beschäftigt, die von leckeren Keksen über saftige Kuchen bis hin zu kunstvollen Tartes alles bietet. Selbst wenn man gerade keine Zeit zum Backen hat, laden die tollen Fotos zum stundenlangen Schmachten ein... Hachz...


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SIMPLY YUMMY ist eine liebevoll erstellte Back-Tutorial-App, die mit 50 Rezepten, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und 25 Videoclips Backfans begeistern wird.

Mit dieser Application Software holt man sich einen Kochkurs in die eigene Küche. Die praktische Auto-Stop Funktion (Erklärung siehe unten), ein automatischer Zutaten-Rechner und verständliche Erklärungen machen das Backen mittels SIMPLY YUMMY zu einem richtigen Vergnügen - auch wenn man ein noch so blutiger Anfänger ist.

Alle Videos gibt es als Vollversion oder als Schritt für Schritt Anleitung, mittels "Auto-Stop Funktion". Man kann also selbst bestimmen, ob man sich einen Teilschritt noch einmal ansehen möchte, oder bereits zum Nächsten übergehen kann. Das finde ich äußerst praktisch!

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Die SIMPLY YUMMY App hat mich nicht nur mit leckeren Rezepten, sondern vor allem mit ihrer unkomplizierten Bedienbarkeit und den super ästhetischen Fotos überzeugt. Selbst wenn man im Moment nichts backen möchte, ist es ein Genuss, durch die leckeren Bilder zu blättern, sich Inspiration zu holen und einfach ein bisschen zu entspannen.

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Das Programm ist unter DIESEM LINK für iOS und Android downloadbar und völlig gratis - also schnell rüberhüpfen und loslegen!

Und um die Entspannung perfekt zu machen, habe ich noch schnell supereinfache und megaleckere Zucker-Zimt Kipferl gezaubert!

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Rezept Zucker-Zimt Kipferl
 
 
ergibt ca. 19 Kipferl
 
2 Rollen Blätterteig
1 Ei, versprudelt
4 El Kristallzucker
2 Tl Zimt
 
 
1.) Das Backrohr auf 200°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
 
2.) Den Blätterteig entrollen und den Zucker mit dem Zimt in einer Schüssel vermischen.
 
3.) Die Blätterteige werden pro Teigplatte in ca. 9 Dreiecke geschnitten und mit dem verquirlten Ei bepinselt.
 
4.) Den Zimtzucker gleichmäßig über den Teig verteilen, 1 El der Mischung zurückbehalten.
 
5.) Die Dreiecke werden nun von der breiten Seite zur Spitze hin zu Kipferl aufgerollt und auf das Backblech gesetzt.
 
6.) Die Kipferl mit etwas Ei bepinseln und mit Zimtzucker bestreuen, im Backrohr bei 200°C etwa 25 Minuten backen lassen, bis sie goldbraun sind - Fertig!
 

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Diese Kipferl sind superschnell zubereitet und man braucht nur wenige Zutaten dafür - perfekt, wenn man gerade in Zeitnot ist und dennoch etwas Süßes braucht!
 
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!
 
Montag, 30. März 2015

Osterdinner [Dinner goes vegan]

Wochenlang habe ich mir Gedanken gemacht, überlegt und geplant, was es zum Osterdinner gutes zu Essen geben soll, wie die Tischdeko aussehen würde und wie der Tag verlaufen sollte. Viele Ideen habe ich mir notiert und fast genau so viele auch wieder verworfen. Immerhin ist für mich das Thema "Vegan" immer noch eine kleine Herausforderung!
Selten habe ich so lange herumüberlegt, ohne spontan einfach aus dem Bauch heraus zu entscheiden, wie ich es sonst oft und gerne tue.

Der Grund dafür?
Gründe habe ich gleich drei: Conny, Verena und Yvonne, die mir bei ihren jeweiligen Dinners schon so viel vorgelegt haben, dass ich ihnen mindestens genau so viel Liebe zurückgeben möchte. Und Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen ;)


(c) Mrs.Wundersüß

Leider konnte Conny in dieser Runde nicht dabei sein, aber auch zu Dritt hatten wir eine superschöne Zeit und die Möglichkeit, an weiteren gemeinsamen Projekten zu feilen!

Ich hoffe sehr, dass es Yvi und Verena geschmeckt hat! Aber was sie selbst über den Nachmittag zu sagen haben, lest ihr am besten auf ihren tollen Blogs nach!

Ein riesengroßes Dankeschön muss ich meiner Mama aussprechen. Ihr Talent für das dekorieren von wunderschönen Tafeln hat sie mir zwar nicht vererbt, aber sie hat mir für mein Dinner viel Arbeit abgenommen und mir den Tisch eingedeckt. Er war einfach perfekt! Alleine hätte ich das niemals hinbekommen :-)

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Besonders gefreut habe ich mich über die Gastgeschenke - von Verena gab's selbstgemachten Himbeerlikör (ich liiiiebe Himbeerlikör) und eine Flasche Wein und Yvi hat mir süße Häschen-Topper in meinen Blogfarben gemacht! Ich bin total verzückt :-)

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Von mir gab es für jeden eine Hyazinthe in der Dose, die nur darauf wartet aufzublühen! Das Recycling-DIY werde ich in den nächsten Tagen auch hier verlinken!

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Den netten Nachmittag starteten wir mit einem fruchtigen Aperitif!

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Rezept Mango-Zitronengras Sekt
 
 
300ml Mangosaft
2 Stangen Zitronengras
1 Flasche Sekt
Minzeblätter
 
 
1.) Mangosaft in einen Topf geben.
 
2.) Zitronengras längs einschneiden, dass eine größere Oberfläche entsteht und mit dem Mangosaft einmal kurz aufkochen lassen.
 
3.) Saft auskühlen und einige Stunden (oder über Nacht) ziehen lassen. Dann in den Kühlschrank stellen.
 
4.) Zum Servieren ein Sektglas ungefähr zur Hälfte mit dem Saft befüllen und mit kaltem Sekt aufgießen. Mit einem Minzeblatt dekorieren und servieren.

Wichtig: sowohl beim Aufkochen, als auch bei der Lagerung des Saftes sollte immer ein Deckel auf dem Topf sein. Die ätherischen Öle steigen nämlich mit dem Wasserdampf auf und befinden sich dann in den Wassertröpfchen am Deckel. Diese sollte man also nicht verwerfen, sondern in den Mangosaft zurückleeren ;)
 
 



Da der Hunger aber langsam wuchs, gingen wir schnell zur frühlingshaften Vorspeise über.

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Rezept Polentataler mit Frühlingslocken


für 4 Personen


250g Polenta
1l Wasser
1 El Olivenöl
2 Tl Salz
3 El frische Kräuter, gehackt
+ etwas Olivenöl

1 Zucchini
etwas Öl
1 Knoblauchzehe
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

1.) Polentataler vorbereiten: 1l Wasser zum kochen Bringen. 1 El Olivenöl und 2 Tl Salz dazugeben.
Polenta unter Rühren einrieseln lassen und gut verrühren, dass nichts verklumpt. Auf geringer Hitze weiterköcheln, bis eine dickbreiige Masse entsteht.
Kräuter hinzufügen und gut durchmischen.
Deckel drauf geben, vom Herd nehmen und noch ca. 15 Minuten "ausquellen" lassen.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und dieses mit etwas Olivenöl bestreichen.
Die Polentamasse ca. 2-3 cm dick aufstreichen. Das geht am besten mit einem Löffel, den man immer wieder anfeuchtet.
Auskühlen lassen.

2.) Wenn die Polenta kalt ist, mit einem Ausstecher Kreise mit einem Durchmesser von ca. 5-6cm ausstechen und in einer Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten anbraten.

3.) Eine Zucchini mit dem Spiralschneider in Locken schneiden. Wenn man keinen Spiralschneider hat, kann man sie auch mit einem Sparschäler in Streifen schneiden.
Knoblauchzehe pressen, und Zucchini damit bestreichen, Salzen und eventuell Pfeffern und kurz anbraten.

4.) Polentataler und Zucchinilocken auf einem Teller anrichten und servieren.
 



Als Suppe wollte ich eine cremige Gemüsesuppe mit dem extra Kick zubereiten. Deswegen hat auch die Limette Platz im leckeren Kokos-Karottensüppchen gefunden.

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Rezept Kokos-Karottensuppe mit Limette

ergibt ca. 2 Liter

1 rote Zwiebel
2 El Olivenöl
1 Bund Suppengrün
2 El Suppenwürze
1 kg Karotten
200 ml Kokosmilch
1 Limette, unbehandelt


1.) 1,2 Liter Wasser in einem Topf zum kochen bringen, ein Bund Suppengrün putzen und ins heiße Wasser geben, anschließend die Suppenwürze hinzufügen (ich habe hier Hildegard von Bingen-Suppenwürze genommen, aber jeder andere vegane Suppenwürfel tut's auch!).

2.) In einem großen Topf 2 El Olivenöl erhitzen, die Zwiebel schälen und schneiden und im Öl glasig andünsten.
Zwiebel mit der Suppe (inklusive Gemüse) ablöschen und köcheln lassen.

3.) Inzwischen werden die Karotten geputzt, geschält und anschließend halbiert.

4.) Karotten in die Suppe geben und alles kochen, bis das Gemüse weich ist! Das kann ein bisschen dauern...

5.) Wenn das Gemüse weich genug ist, wird die Suppe fein püriert. Anschließend die Limettenschale abreiben und 1/2 Limette auspressen. Beides wird in die Karottensuppe gegeben.

6.) 200 ml Kokosmilch hinzufügen und alles gut verrühren. Mit Salz abschmecken - Fertig!
 
 
Zwischen Suppe und Hauptspeise hatten meine beiden Gäste ein wenig mehr Zeit um zu plaudern, denn ein Risotto schüttelt sich nicht so schnell aus dem Ärmel. Ich denke allerdings, dass es genug Gesprächsthemen gab, sodass es keinem langweilig wurde!
 
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Rezept Frühlingsrisotto mit Salat
 
für 4 Personen
 
1 Zwiebel
3 El Olivenöl
450g Risottoreis
150ml Weißwein
900ml Gemüsebrühe
zwei Hand voll TK-Erbsen
zwei Hand voll TK-Brokkoli, aufgetaut
1 Bund grüner Spargel
ca. 100g frische Erbsenschoten*
einige Zweige Petersilie
3 El Pinienkerne
Salz
Pfeffer
 
Pflücksalat
einige Gänseblümchen-Köpfchen
etwas Himbeeressig
etwas Olivenöl
Salz
 
 
*Erbsen sind botanisch gesehen eigentlich ja gar keine Schoten (just for Info ;) )
 
 
1.) Zwiebel schälen, hacken und in einem großen Topf im heißen Olivenöl andünsten. Reis zugeben und ebenfalls andünsten, bis er glasig ist, dann mit Weißwein ablöschen.
 
2.) Temperatur etwas reduzieren und Wein unter ständigem Rühren einkochen lassen.
 
3.) Gemüsebrühe in kleinen Portionen zufügen und ebenfalls einkochen lassen.
 
4.) Brokkoli in kleine Röschen teilen, Spargel waschen und in ca. 2cm große Stücke schneiden, Erbsenschoten ebenfalls in Stückchen schneiden. Alles gemeinsam mit den TK-Erbsen zum Reis geben und gut umrühren, so lange "kochen" lassen, bis der Brokkoli und der Reis bissfest ist.
 
5.) Pinienkerne und gehackte Petersilie unterheben. Salz und Pfeffer nach Geschmack hinzufügen und sofort servieren.
 
Salat: Salat waschen und in Schüsselchen geben, mit wenig Salz bestreuen und mit Öl und Essig beträufeln.
Gänseblümchen auflegen.



Seit diesem (leider nicht veganen, aber dafür sterbensguten) Eisrezept liebe ich die Kombination aus Rhabarber und Erdbeeren abgöttisch. Müsste man den Frühling als Geschmack ausdrücken, wäre dies meine Wahl. Also musste ich diese beiden Zutaten in mein Osterdinner einbauen.

Nach dem ersten Versuch war ich absolut begeistert, wie lecker vegane Panna Cotta schmeckt!

 
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Rezept Kokos Panna Cotta auf Rhabarber-Erdbeer Spiegel

ergibt ca. 5 Portionen

600ml Kokosmilch
200ml Mandel-, Reis- oder Sojamilch
40g Stärke
1/2 Tl Agar Agar
1 Pkg Vanillezucker
2 El Kristallzucker
1 Vanilleschote

250g Rhabarber
250g Erdbeeren
 50g Kristallzucker
Saft von 1/2 Zitrone
ev. 1 El Stärke
 
 
1.) Gläser mit ca. 150ml Füllinhalt kalt ausspülen. Diese Gläser müssen einen weiteren Hals als Boden haben, damit man die Panna Cotta zum Schluss problemlos hinausstürzen kann.
 
2.) Kokosmilch, Reismilch (oder ähnliches) gemeinsam mit der Stärke, dem Agar Agar und dem Zucker in einen Topf geben.
 
3.) Vanilleschote aufschneiden, aufkratzen und sowohl den Inhalt, als auch die Schote selbst zur Milch geben.
 
4.) Unter ständigem rühren aufkochen lassen. Weiterköcheln, bis die Masse eindickt und eine puddingartige Konsistenz bekommt.
Masse in Gläser füllen, mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
 
5.) Rhabarber und Erdbeeren putzen und schneiden und in einen Topf geben. 50g Zucker drüberstreuen und ca. 30 Minuten "ziehen" lassen.
 
6.) Masse erhitzen und ein Kompott kochen. Zitronensaft hinzufügen und fein pürieren. Wird das Mus zu flüssig, kann noch 1 El Stärke hinzugefügt werden. Die Masse dann noch einmal aufkochen lassen.
 
7.) Panna Cotta vorsichtig aus der Form stürzen, mit Rhabarber-Erdbeer Sauce anrichten und servieren.
 
 
Der Kreis hat sich nun geschlossen, da jede von uns vier Mädels ihr veganes Dinner für die anderen gekocht hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir nun "fertig" sind, denn wir stehen bereits mit vielen neuen Ideen in den Startlöchern! Ihr werdet also weiterhin regelmäßig von unserem Vierergespann hören und dürft also sehr gespannt sein. Das ganze nennt sich Blog-Quadrat. Yvonne hat dazu einen tollen Artikel geschrieben!

 
Um es euch leichter zu machen die veganen Rezepte auf meinem Blog zu finden, habe ich für diese in der Rezeptübersicht einen eigenen Unterpunkt erstellt.
 
Ich wünsche euch eine sonnige Osterwoche!
 
Hugs and Kisses
Kathi
Freitag, 19. September 2014

Birnen im Herbstmantel


Am ersten September war meteorologischer Herbstbeginn und für viele Schüler und Lehrer hieß es wieder einmal: zurück in den Alltagstrott. Leider war das Wetter hier im Osten Österreichs in den letzten Tagen weder warm noch schön. Der Sommer war heuer sehr windig und verregnet, aber auch das hatte seine schönen Seiten: ich konnte mich in mein neu gestrichenes und frisch bezogenes Bett kuscheln, tolle DVDs ansehen und brauchte dabei noch nicht mal ein schlechtes Gewissen zu haben, da man draußen sowieso nicht besonders viel anfangen konnte. Das einzige, das sich seither geändert hat, ist die Temperatur, die rapide gesunken ist und das hervorholen der kuscheligen Wollpullover notwendig gemacht hat.


In den letzten Jahren habe ich den Herbst lieben gelernt, doch das war leider nicht immer so. Als ich noch zur Schule ging, waren die ersten sonnigen aber bereits etwas kühleren Tage dieser Jahreszeit geprägt von Nervosität und Bedauern, dass nun wieder der tägliche Alltag eines Schülers auf mich wartete (Ich war zwar immer eine gute Schülerin, würde aber aus der jetzigen Sicht versuchen, die Schulzeit mehr genießen). Außerdem stand uns als Familienbetrieb im September auch immer die Weinlese bevor, die die stressigste und arbeitsreichste Zeit im Jahr eines Winzers bedeutete.

Auch heute noch beginnt im Herbst die Universität und auch an der Weinlese hat sich überhaupt nichts geändert, doch ich habe gelernt den Herbst für viele andere Dinge zu lieben, die er uns beschert. Seine süßen überreifen Früchte, die wunderschönen warmen Farben, in die das Laub auf den Bäumen getaucht wird, die letzten Sonnenstrahlen die ein letztes Mal die Nase kitzeln, bevor diese in den kalten Wintermonaten vor Kälte ganz taub wird. Ich liebe sogar das nebelige "Waschküchenwetter" im November. Dieses ganz besonders. Ich fühle mich darin geborgen, wie in einer sanften Wattewolke, die mich wabbernd umhüllt.


Ganz besonders mag ich aber die leckeren Dinge, die man aus den reifen Früchten zaubern kann. Und das ultimative Herbst-Obst sind (neben Äpfeln und Zwetschken) eindeutig süß-saftige Birnen.
Und weil sich die Birnen auch in ein Jäckchen einkuscheln dürfen sollen, wenn die Temperaturen draußen sinken, habe ich sie einfach in locker-flockigen Blätterteig eingepackt.


Rezept Birnen im Herbstmantel
für 6 Birnen

6 reife Birnen
1 1/2 Pkg. Blätterteig
etwas Margarine
1 Ei
1 El Milch
Karamellsauce (Rezept siehe unten)
gehackte Haselnüsse
Staubzucker zum Bestreuen

1.) Ofen auf 200°C Heißluft vorheizen. Birnen vorsichtig abspülen und trocken tupfen. Ein Backblech oder eine Auflaufform mit etwas Margarine einfetten oder mit Backpapier auslegen.

2.) Den Blätterteig in 6 Rechtecke teilen (Die ganze Rolle wird in 4 Rechtecke geschnitten und die halbe in 2). Dann wird in die Mitte eines jeden Blätterteig-Vierecks ein kleiner Schlitz geschnitten, und dieser so über den Stängel gelegt, dass der dann oben aus dem Teig hinausschaut. Unten (am Boden der Birne) wird der Teig "zusammengeklebt" und die Birne somit gut eingepackt. Die Birnen mit genügend Abstand auf das Backblech setzen.

3.) Das Ei wird mit einem Esslöffel Milch verquirlt und der Blätterteig dann damit bestrichen.

4.) Bei 200°C ca. 30 Minuten backen, bis der Blätterteig schön aufgegangen und goldbraun geworden ist.

5.) Karamellsauce zubereiten (siehe unten) und Haselnüsse ohne Fett in einer Pfanne kurz anrösten.

6.) Etwas Karamellsauce auf einem Teller verteilen, Birne im Herbstmantel daraufsetzen, mit Haselnüssen garnieren und mit Puderzucker bestreuen.

ACHTUNG!!! Die Birnen sind innen mega heiß, wenn sie aus dem Ofen kommen, also bitte etwas auskühlen lassen, und vorsichtig probieren. Aber unbedingt noch warm essen :)
Rezept Karamellsauce

200g Kristallzucker
1 Pkg. Vanillezucker
200ml Schlagobers

1.) Den Zucker mit dem Vanillezucker vermischen und in eine flache Pfanne geben.

2.) Dieses Gemisch wird jetzt auf der Herdplatte erhitzt, ohne umzurühren, bis der Zucker schmilzt und Bernsteinfarben wird. Achtung: Der Zucker brennt sehr leicht an und die Karamellsauce wird dann bitter, also immer unter Beobachtung arbeiten. Ich drehe die Ofenplatte nicht auf volle Stärke auf, sondern nehme von 9 Stufen ca. die Siebente. Also quasi 75% der vollen Hitze. Das klappt ganz gut.

3.) Wenn wir das goldbraune Bernstein-Stadium erreicht haben, nehmen wir die Pfanne von der heißen Platte und rühren vorsichtig das Schlagobers unter. Der Zucker wird jetzt möglicherweise wieder fest werden. Davon nicht beirren lassen und weiterrühren, eventuell nochmals ein wenig auf der Herdplatte erwärmen.

4.) Nach einigen Minuten ständigen Rührens hat man dann eine recht flüssige Karamellsauce, die aber richtig schön cremig wird, wenn sie etwas ausgekühlt ist.



Und was ist mit den Resten?

Da man für die Birnen ja nur 1 1/2 Rollen Blätterteig braucht, bleibt normalerweise eine halbe Rolle übrig. Um diese nicht zu "verschwenden" habe ich sie einfach halbiert und von einer Hälfte 6 Blätter ausgeschnitten, die ich dann auf die mit Teig überzogenen Birnen gelegt habe.

Auf das noch ganze Teigviertel habe ich Marmelade gestrichen und den Blätter-Ausschnitt drübergelegt. Rand mit einer Gabel festdrücken, mit Eier-Milch-Mischung bestreichen und ebenfalls ein paar Minuten bei 200°C Heißluft backen.


Selbst den größten Skeptikern in der Familie haben die Birnen fabelhaft geschmeckt, ich würde sogar sagen, dass sie zu den besten Speisen gehören, die ich dieses Jahr gebacken habe.
Also unbedingt ausprobieren!!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und ein wundervolles Herbst-Wochenende.
Hugs and Kisses
Kathi
Freitag, 24. Januar 2014

Ein Kurztrip nach Indien: Mango Lassi

 
Vor einigen Jahren machte meine Mama eine Reise nach Indien. Als sie wieder hier bei uns in Österreich war, war natürlich nichts mehr wie vorher. Zumindest was das Essen betrifft, das meine Mama uns seither vorsetzt.
 
Man muss verstehen, dass man in einer kleinen Ortschaft wie dieser, in der ich wohne, eine sehr traditionelle Einstellung zum Leben (und vor allem zum Essen!!) hat.

 
Sonntag mittags gibt's gewöhnlicherweise Schnitzel oder Backhendl, manchmal geht man aber auch Essen. Natürlich ins lokale Dorfwirtshaus, da weiß man was man vorgesetzt bekommt, es wird hier mit Zutaten meist nicht experimentiert. Warum etwas Neues ausprobieren, wenn etwas Altbekanntes schon seit Jahrzehnten gut schmeckt und sich bewährt hat?
 
Ach Leutchen, was ihr euch da entgehen lässt...
 
 
Meine Mama liebt es ja, orientalisch zu kochen. Würziger Reis mit süß-sauren Berberitzen, Couscous mit verschiedensten Gemüsen und Zimt, und seit dem Indien-Besuch natürlich auch Currys, Dhal und Palak Paneer.
Meine Oma und mein Papa freuen sich über solche Gerichte meist weniger - bei Oma wird immer noch sehr traditionell gekocht, ausgefallenere Speisen will sie nicht mal kosten.
 
Zugegeben, nicht jedes zubereitete Essen von meiner Mama hat mich vor Begeisterung vom Hocker gerissen, aber sehr viele davon schon.

 

Auch Lassi hatte ich früher noch nie gekostet, weil sich für mich die Möglichkeit einfach nicht ergeben hat. Meine Mama hat mir dann mal eines aus dem Supermarkt mitgenommen.
Irgendwie habe ich damals noch nicht so wirklich verstanden, was meine sie daran so gut finden konnte - für mich schmeckte es einfach wie Trinkjoghurt (was es im Grunde ja auch fast ist), aber die Begeisterung hielt sich meinerseits sehr in Grenzen.

Jahre später (also ca. vor 2 Wochen) war ich zum ersten Mal in einem indischen Restaurant essen und habe mir dort Mango Lassi bestellt.

Oh... mein... Gott...

Ich hab noch nie sowas Gutes und Fruchtiges getrunken.

Und da ich nicht jedesmal wenn ich Lust auf Lassi habe, essen gehen kann, hab ich mir einfach selbst eines gemacht.

Zugegeben - Lassi ist nichts, das man einfach mal so wie Wasser trinkt, Lassi muss man genießen. Und ich tu das am Liebsten als Nachspeise :)
 



Rezept Mango Lassi
 
ergibt ca. 1,2l
 
3 !vollreife! große Mangos
300ml Naturjoghurt
1/4l Milch
2 El Zucker
ein wenig geriebener Ingwer
Mandelblättchen
Minzblätter
 
1.) Mangos schälen, schneiden und fein pürieren.
 
2.) Das Joghurt und die Milch zugeben und nochmals aufpürieren. Je nach gewünschter Süße Zucker untermischen.
 
3.) Jetzt noch ein bisschen frischen Ingwer dazureiben und abschmecken.
 
4.) Zum Garnieren die Mandelblättchen ohne Fett in einer Pfanne goldgelb anrösten und über das Lassi streuen. Mit einem Minzblatt dekorieren.
 
 
Das Rezept ist sehr einfach, das Ergebnis ist aber wirklich umwerfend!
 
Ich wünsche euch ein tolles Wochenende,
 
Hugs and Kisses
Kathi
Sonntag, 6. Oktober 2013

Oh my... Banoffee Pie


Dieses Rezept bin ich euch eigentlich schon lange schuldig. Gemacht habe ich Banoffee-Pie schon öfter und ich bin immer noch total begeistert.

Diese Kalorienbombe kommt ursprünglich aus England, East Sussex, und wurde von zwei Inhabern eines Restaurants namens "The Hungry Monk" erfunden.

Der Name "Banoffee" ist ein Kofferwort, welches sich aus den beiden Begriffen "Banana" und "Toffee" zusammensetzt und einen Kuchen beschreibt, der aus Bananen, Toffee und Schlagobers auf einem Keksboden besteht.

Ein solches Dessert kann (wie in meinem Fall) in einer Auflaufform oder in einer Springform zubereitet werden.
Entscheidet man sich dafür, einen Mürbteigboden herzustellen, kann man getrost eine normale Springform damit auskleiden und die restlichen Zutaten aufschichten.
Mir gefiel aber die zweite Version besser, einfach einen "Butterkeksboden" zu machen, der oft als Untergrund für Cheesecakes benutzt wird. Meiner Meinung nach bietet es sich hier an, eine Auflaufform zu verwenden, da es mitunter schwierig sein könnte, eine solche Torte auszuformen, wenn der Keksboden etwas bröselig geworden ist und nicht besonders gut zusammenhält. In diesem Fall würde der Kuchen dann leider zerfallen, was relativ unschön aussehen würde.


Mit absoluter Sicherheit kann ich sagen, dass Banoffee-Pies mittlerweile zu meinen Lieblingsrezepten zählen und auch sehr schnell und relativ unaufwändig zu machen sind. Eines sollte euch aber noch gesagt sein: es gibt viele verschiedene Methoden und Arten wie man einen Banoffee-Pie aufschichten und zubereiten kann, doch sie haben alle gemeinsam, dass sie absolute Kalorienbomben sind. Ich wollte es nur gesagt haben ;)



Rezept Banoffee-Pie
 
für eine ca. 22cm x 32cm große Auflaufform
 
300g Vollkornbutterkekse
100g Butter, flüssig
1 1/2 Dosen Karamellcreme (gibt's bei Merkur
oder im russischen Spezialitätenladen)
 ca. 5 große Bananen
500ml Schlagobers
etwas Schokolade
 
1.) Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
 Die Kekse werden klein zermahlen (oder wie bei mir in einem Ziploc-Beutel zu Brösel zerstampft) und mit in einer Schüssel mit 100g geschmolzener Butter verrührt, bis alle Keksbrösel schön feucht sind.
 
2.) Die Keksmasse wird jetzt gleichmäßig in eine Ofenfeste Auflaufform gefüllt und mit dem Boden eines Trinkglases schön fest gedrückt. Die Auflaufform jetzt für 15 Minuten in den Ofen stellen, dann herausnehmen und ganz auskühlen lassen.
 
3.) Wenn der Keksboden ausgekühlt ist, werden die Bananen geschält und in Scheiben geschnitten. Diese werden gleichmäßig in der Form verteilt. Wer genau so ein Bananen-Junkie ist wie ich, kann gerne noch mehr dieser Früchte verwenden.
 
4.) Danach werden die Dosen mit der Karamellcreme geöffnet und einmal gut durchgerührt. Ich habe bei diesem Rezept 1 1/2 Dosen verwendet, wer es gerne noch karamelliger möchte, kann auch beide Dosen in die Form kippen. Gut und vorsichtig über den Bananen verteilen.
 
5.) Schlagobers steif schlagen und auf der Karamellcreme verteilen. Etwas Schokolade darüber raspeln und sofort in den Kühlschrank stellen.
 

Ich wünsche euch einen entspannten Sonntag und viel Spaß beim Nachmachen!

Hugs and Kisses
Kathi
Sonntag, 29. September 2013

Toffee-Pecan Cookies


Je kälter und feuchter das Wetter draußen wird, umso mehr steigt mein Verlangen nach Keksen. Das ist mir erst aufgefallen, als ich diese leckeren Cookies gebacken und kurz danach festgestellt habe, dass ich letztes Jahr ebenfalls im September die Krapferl-Saison eröffnet habe.

"Krapferl" ist ja eine der österreichischen Bezeichnungen für Kleingebäck, also Kekse, die es hierzulande traditionellerweise meist nur im Advent und in der Weihnachtszeit gibt.


Da mich ab übermorgen wieder der stressige Unialltag für sich eingenommen haben wird, wollte ich auf jeden Fall noch diese Cookies backen, da ich nicht weiß, wie viel meiner spärlichen "Freizeit" ich ab Oktober noch dem Backen widmen kann.
Eines vorweg: Ich verspreche euch, weiterhin regelmäßig Posts zu verfassen und mit euch hier zu teilen. Backen ist schon lange ein Weg der Entspannung für mich geworden. Eine Möglichkeit dem stressigen Alltag zu entfliehen und mich in einer heimeligen, warmen Küche mit Mehlwolken und Vanillezuckerduft zu verstecken.


Habt ihr es bemerkt? Ich habe eine Obsession zu Pecan-Nüssen entwickelt ;).

Die Inspiration zu diesem Cookie-Rezept habe ich von McDonalds, den ich in letzter Zeit eigentlich sehr sehr selten besuche. Vor einigen Tagen war ich mit meiner Mama unterwegs und irgendwie hatten wir beide noch keine Lust darauf, schon nachhause zu fahren. Also haben wir spontan beschlossen, uns einen Kaffee zu gönnen. In meinem Fall war das jedoch Chai-Latte, da ich Kaffee nicht besonders mag.
Im McCafé habe ich dann leckere Cookies mit Karamell und Pecans gesehen, die mich dazu gebracht haben, mein altes Rezept für "Soft baked chocolate chunk cookies" herauszusuchen und so abzuändern, dass sich diese göttliche Mischung ergab:


Rezept Toffee-Pecan Cookies
ergibt ca. 14 Stück
 
400g glattes Mehl
1 Prise Salz
1/2 Kl Dr. Oetker Backpulver
170g weiche Butter
130g brauner Zucker
50g Zucker
1 Pck. Dr. Oetker Vanillin-Zucker
2 Eier
1 Fläschchen Dr. Oetker Aroma Butter-Vanille
100g grob gehackte Pekannüsse
150g grob geschnittene Milchkaramellen
 
 
1.) Für den Teig Butter mit braunem Zucker, Zucker, Vanillin-Zucker, Salz und Aroma mit dem Handmixer nur cremig rühren.
 
2.) Die Eier einzeln einrühren. Mehl mit Backpulver vermischen, darübersieben und mit Pekannüssen und Milchkaramellen mit dem Kochlöffel unterrühren.
 
3.) Den Teig mithilfe eines Löffels oder Eisportionierer in 14 Kugeln portionieren und mit genügend Abstand auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche geben.
 
4.) Ein Blech in die Mitte des vorgeheizten Rohres schieben.
 
5.) Ober-/Unterhitze: 170 Grad, Heißluft 150 Grad, Gas: Stufe 2, Backzeit: ca. 20 Min.
 
6.) Den Backvorgang mit den übrigen Cookies wiederholen. Die Cookies am Blech erkalten lassen.
 
 
 
Die Kekse schmecken am besten, wenn sie noch warm sind! Ich wünsche euch einen tollen Sonntagabend und viel Spaß beim Nachmachen!

Hugs and Kisses
Kathi

Freitag, 27. September 2013

Grießkoch zum Frühstück


Grießkoch ist eine Speise, die mich sehr an meine Kindheit erinnert. Meine Omi hat sie meinem kleinen Bruder und mir immer abends im Winter gemacht, wenn wir Hunger hatten, aber keine Lust auf kalte Brettljause, die es bei uns normalerweise nach getaner Arbeit gab.

Heute weiß ich erst den Wert des einfachen aber superleckeren Grießkochs zu schätzen, das ich mir ab und an immer noch gerne als Frühstück gönne. Der Bikinifigur zuliebe ;).


Nicht nur als süßen und guten Start in den Tag eignet sich dieser Grießbrei bestens, auch als Nachspeise in kleinen Gläsern mit Fruchtspiegel, Kompott oder frischem Obst angerichtet macht er einiges her und ist zudem auch noch ruckzuck zubereitet.


Grießkoch ist für mich vieles: ein Seelentröster, weil es mich an glückliche Kindertage erinnert, ein ewiger Klassiker, der fix aus einfachen Zutaten zubereitet werden kann und trotzdem (oder gerade deswegen) einfach himmlisch schmeckt, eine Nachspeise, die man sowohl Kindern als auch Erwachsenen servieren kann und die diese in ihren Bann zieht, ein Gericht, das man beliebig variieren kann und welches somit nie seinen Reiz verliert oder einfach nur:
ein Frühstück für einen gemütlichen Sonntagmorgen mit seinen Liebsten :)...

womit wir auch beim Thema wären: dieses einfache aber köstliche Rezept ist mein Beitrag zum Blogevent "Speise morgens wie ein Fräulein" von Frl. Moonstruck, anlässlich ihres ersten Bloggeburtstages. Wenn ihr bei diesem Event auch mitmachen möchtet, könnt ihr das noch bis zum 12. Oktober mitmachen!

 
 
Und nicht vergessen: ich lege jedem Fan von Müsli, Pancakes und Oatmeal ans Herz, dem Grießkoch eine Chance zu geben. Es wird eure Frühsückstische im Flug erobern! ;)
 
 


Rezept Grießkoch
 
ergibt 2 Portionen
 
400ml Milch
1,5 El Zucker
4 El Grieß
nach Belieben: Zimtzucker, Kakaopulver, frische Früchte,...
 
1.) Die Milch wird in eine flache Pfanne geleert und mit dem Zucker verrührt. Diese Mischung wird unter ständigem umrühren erhitzt.
 
2.) Wenn die Milch schon heiß ist aber noch nicht kocht, werden ca 4 El Grieß eingerührt und aufgekocht. Der Grieß dickt die Milch bis zu einer breiigen Konsistenz ein. Dies dauert möglicherweise einige Minuten, die man sich auf jeden Fall gedulden sollte.
 
3.) Gibt man zu viel Grieß zu, wird der Brei zu fest und kann mit etwas mehr Milch wieder geschmeidig gemacht werden. Bleibt der Brei zu flüssig, kann noch Grieß nachgegeben werden. Wichtig ist aber ständiges umrühren!
 
4.) Hat der Brei die gewünschte Konsistenz erreicht, kann er in zwei kleine Schüsseln portioniert und angerichtet werden.
Ich esse Grießkoch am liebsten mit Trinkkakao-Pulver oder mit etwas geraspelter Schokolade. Auch frische Beeren und Zimtzucker eignen sich perfekt!


Ich wünsche euch einen leckeren Start ins Wochenende und wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachmachen!

Hugs and Kisses
Kathi
Freitag, 20. September 2013

Mini Pecan-Pies


Liebe Leute, ich habe soeben den Himmel auf Erden entdeckt. Ich habe schon seit längerem eine Art "To Bake/To Cook" Liste mit Gerichten und Rezepten, die ich unbedingt einmal ausprobieren möchte. Eine dieser Speisen war Pecan Pie.

Da ich im Moment leider keine Pie- oder Tarteform besitze, habe ich nach einer anderen Lösung gesucht und bin natürlich prompt auf eine gestoßen. Ich liebe momentan kleine Speisen: kleine Kuchen, kleine Cupcakes, kleine Burger... und auch (oder vor allem) kleine Pecan Pies.
Also werden diese einfach in Mini-Version in Muffinformen gebacken!

Mehlspeisen in kleinen Ausführungen sind meiner Meinung nach total praktisch: Man braucht sie nicht erst großartig zu portionieren, sondern hat bereits eine vorher definierte Menge auf seinem Teller. Somit fällt es mir nicht ganz so schwer, mich beim Essen zu bremsen :). Außerdem sehen kleine Gerichte oftmals viel appetitlicher aus und sie lassen sich auch als Geschenke meist besser verpacken.


Kein Lebensmittel charakterisiert den Herbst besser als Nüsse! Zwetschken, Äpfel, Birnen... all diese Früchte gibt es nur eine relativ kurze Zeit richtig frisch, dann ist auch ihre Zeit vorbei.
Aber Nüsse kann man 365 Tage im Jahr genießen, weil sie einfach super lagerungsfähig sind.
Walnüsse, Mandeln und Haselnüsse sind bei uns die Klassiker, die man fast in jedes Dessert geben kann.
Ich wollte aber auch einmal Pecannüsse und Macadamias ausprobieren, die bei uns in Österreich nicht ganz so gebräuchlich sind wie ihre oben genannten Verwandten.

Ich hatte doch einige Bedenken, ob ein Kuchen der fast ausschließlich aus Mürbteig und Pecans besteht, überhaupt gut sein kann, wurde aber wie so oft eines Besseren belehrt ;). Pecan-Pies schmecken einfach göttlich und lassen sich auch super verschenken. Vor allem in der Mini-Version.

Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass die kleinen Küchlein richtige Seelentröster sind. Ein einziger Mini-Pie reicht aus um tonnenweise Endorphine auszuschütten ;). Dies ist toll für die anstehende Prüfungszeit, Stress in der Arbeit oder einfach für kalte und graue Herbsttage!



Rezept Mini Pecan-Pies
ergibt 12 Stück
 
Teig:
200g kalte Butter
250g Mehl
4 El kaltes Wasser
1/2 Tl Salz
1 Tl Zucker
 
Füllung:
1 Ei
3/4 Cup brauner Zucker
1 El Butter
1 El Vanilleextrakt
200g Pecannüsse, grob gehackt
 
1.) 200g Butter, 250g Mehl, Wasser, Salz und 1 Tl Zucker in einer Küchenmaschine mit Knethaken zu einem homogenen Teig verkneten lassen. Hände mit etwas Mehl bestäuben, den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einpacken und ca. 45 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
 
2.) Einstweilen die Mulden einer Muffinform einfetten und Pecannüsse hacken. Ofen auf 180°C vorheizen.
 
3.) Teig aus der Frischhaltefolie nehmen, zu einer Rolle formen und in 12 ungefähr gleich große Stücke schneiden.
 
4.) Mit bemehlten Fingern die 12 Teigportionen zu Flachen Kreisen drücken und vorsichtig in die gefetteten Muffin-Formen legen, sodass die Mulden komplett ausgekleidet sind.
 
5.) Die gehackten Pecans gleichmäßig auf die mit Teig ausgekleideten Förmchen verteilen.
 
6.) Butter schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Ei mit braunem Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, bis der Zucker sich etwas aufgelöst hat. Die geschmolzene Butter und den Vanilleextrakt gut unterrühren.
 
7.) Mit einem Esslöffel wird die Zuckermischung jetzt gleichmäßig über die Pecans füllen, bis diese bedeckt sind.
 
8.) Pecan Pies bei 180°C Ober-/Unterhitze 15 Minuten lang backen. Dann wird die Hitze auf 150°C reduziert und die Pies werden nochmal für 15 Minuten im Ofen belassen.
Danach das Blech aus dem Ofen nehmen, ca 10 Minuten warten und dann die Mini Pies vorsichtig aus den Mulden heben und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
 
9.) Die Mini Pecan Pies werden am besten lauwarm serviert.


Ich wünsche euch ein etwas weniger verregnetes Wochenende als meines und ganz viel Spaß und Freude beim Nachbacken!

Hugs and Kisses
Kathi

Montag, 2. September 2013

Seelentröster: Schoko-Pecan-Cupcake mit Ahornsirup

 
Heute ist der 2. September und für mich hat somit der Herbst begonnen. Auch wenn der offizielle Beginn erst am 22. oder 23. September ist, bin ich schon in der Stimmung und voller Vorfreude auf warme Pullover, heiße Tees, Kekse, schöne Spaziergänge und bunte Blätter.
 
Das Wetter spielt uns hier in Ostösterreich momentan Streiche: an einem Tag ist es herbstlich frisch, mit vereinzelten Nebelfeldern und rauem Wind, am Tag danach steigen die Temperaturen wieder auf Spätsommerliche 26° Celsius. Nichtsdestotrotz habe ich nach diesem wunderschönen Sommer wieder totale Lust auf leckere, schokoladige und fluffige Kuchen.
 

Diese Cupcakes sind richtige Seelentröster, wenn mal wieder was schief gelaufen ist, oder man einfach Gusto auf eine leckere Nachspeise hat.
Ich muss gestehen, dass ich vor diesen Küchlein noch nie im Leben Ahornsirup gekostet habe, und auch nichts (zumindest nicht bewusst) gegessen habe, was diese ursprünglich von Indianern entdeckte Zutat enthielt.
Der pure Sirup schmeckt meiner Meinung nach etwas gewöhnungsbedürftig, aber in diesen Cupcakes fügt er sich prima ins aromatische "Gesamtbild" ein und rundet den fabelhaften Geschmack perfekt ab.
Auf jeden Fall möchte ich dem Ahornsirup nochmal eine Chance geben: am Wochenende werde ich amerikanische Pancakes machen und diese mit dem süßen Dicksaft beträufeln... ich bin schon sehr gespannt!

 
Alle, die mich kennen wissen, dass ich es liebe, neue Rezepte auszuprobieren und viel herum experimentiere. Nicht alle Ergebnisse dieser Back- und Kochanfälle finden auch den Weg in mein Rezeptbuch.
Doch dieser Schoko-Pecan Cupcake hat einen Sonderplatz in meiner Rezeptsammlung verdient: Der Kuchen ist saftig, flaumig und sehr schokoladig, während die Oberfläche im Backrohr eine Brownie-artige Kruste bildet, die beim essen richtig schön knuspert. Die Pekannüsse werden ebenfalls schön knackig und sehen als Topping richtig lecker aus.

Selbst während des Verfassen dieses Beitrags, läuft mir das Wasser im Mund zusammen und das Verlangen nach diesen (leider schon verputzten) Cupcakes steigt ins Unermessliche.
Darum werde ich mich jetzt in die Küche verziehen, und diese tollen Dinger gleich nochmal machen!

Aber zuvor bekommt ihr jetzt mal das Rezept:


























Rezept Schoko-Pecan Cupcakes mit Ahornsirup
ergibt 6 Stück

125g Butter oder Margarine
125g Kochschokolade
2 Eier
125g brauner Zucker
3 El Ahornsirup
125g Mehl
75g Pekannüsse, gehackt

1.) Sechs ofenfeste Tassen, ca. 150ml Inhalt, einfetten. Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

2.) Schokolade und Butter im Wasserbad schmelzen und dann etwas abkühlen lassen.

3.) Eier, Zucker und Ahornsirup in einer Schüssel mixen. Die Schokomasse unterrühren, Mehl und die Hälfte der Pekannüsse unterheben.

4.) Den Teig auf die 6 Tassen aufteilen und mit den restlichen Nüssen bestreuen.

5.) Die Tassen auf ein Backblech stellen und ca 30 Minuten backen. Die Küchlein sollten oben schön knusprig und innen fluffig sein.


Natürlich schmecken diese kleinen Dinger am allerbesten frisch aus dem Ofen, wenn sie noch heiß sind.

Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche und viel Spaß beim Nachmachen!

Hugs and Kisses
Kathi