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Samstag, 10. September 2016

Apfel Streuselkuchen

Ein Herbst ohne Apfelkuchen ist kein richtiger Herbst. Und Streusel machen sowieso immer alles besser, oder?

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Seit Jahren backe ich schon diesen Apfel Streuselkuchen und ich liebe ihn heiß. Der Geschmack erinnert mich an glänzende Herbstmorgen, an denen goldene Sonnenstrahlen die taufeuchten Blätter streicheln und an im Nebel glitzernde Fallobstwiesen.

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Egal ob das Wetter draußen schön oder doch eher bescheiden ist, Apfel Streuselkuchen kann man immer essen. Sogar im Sommer, dann lässt man einfach den Zimt weg, wenn man möchte.

Ich finde es lustig, dass ich eigentlich gar kein so großer Apfel-Fan bin. Als pures Obst esse ich eigentlich nur Pink Lady Äpfel. Im Kuchen mag ich allerdings fast alle Sorten, so lange sie keinen allzu faden Geschmack haben. Also schlussfolgernd könnte man jetzt sogar meinen: Kuchen macht alles besser! Stimmt doch, oder? ;)

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Mit großem Erstaunen musste ich gerade feststellen, dass dieses Rezept das allererste Apfelkuchenrezept auf diesem Blog ist... Schande über mein Haupt. Das soll sich natürlich ändern!

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Aber genug geschwafelt, jetzt gibts noch schnell zwei Fotos und dann endlich das Rezept!

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Rezept Apfel Streuselkuchen

für eine 18cm Springform

für die Streusel:

60g Mehl
1/2 Tl Backpulver
40g Margarine, weich
40g Zucker

für den Kuchen:

90g Margarine
90g Zucker
130g Mehl
1,5 Tl Backpulver
1 Tl Zimt
2 Msp Salz
2 Eier
1,5 El Milch
2 große Äpfel, geschält und in feine Scheiben geschnitten


1.) Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Springform einfetten oder mit Backpapier auslegen.

2.) Streusel: Mehl und gesiebtes Backpulver mit der Butter kneten, bis Klümpchen entstehen, dann den Zucker unterkneten und beiseite stellen.

3.) Kuchen: Butter und Zucker zu einer homogenen Masse vermixen. Danach die Eier unterrühren. 

4.) Mehl, gesiebtes Backpulver, Zimt und Salz in kleinen Portionen unter den Teig rühren und bei der letzten Portion die Milch hinzufügen.

5.) Den Teig in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Apfelscheiben gleichmäßig darauf verteilen und die Streusel darüberkrümeln.

6.) Im Backrohr ca. 70 Minuten bei 180°C backen. Stäbchenprobe machen!
Vor dem Servieren mit Staubzucker bestäuben.


Ich wünsche euch ein entspanntes Wochenende!

Mittwoch, 24. August 2016

Zucchinikuchen

Ich melde mich endlich aus der (ungewollten) Pause zurück und habe - als kleine Entschuldigung an euch - richtiges Seelenfutter im Gepäck. Zucchinikuchen ist etwas, das ich jedes Jahr backe und auch die größten Kritiker davon überzeugt, dass Gemüse gut schmeckt.

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Genau wie die Weingartenpfirsich-Bowle, die meine Oma jedes Jahr in den letzten Augusttagen macht, kündigt auch der Zucchinikuchen auf eine sanfte Art und Weise das Ende des Sommers an.
Der saftige Teig, der mit Walnüssen aus unserem Garten und einem Hauch Zimt und Kakao verfeinert wird, lässt erahnen, dass der Herbst mit großen Schritten naht.

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Glücklicherweise war ich heute, als der Kuchen noch im Backrohr vor sich hinschlummerte, bereits mit der Kamera bewaffnet, denn sonst könnte ich euch jetzt keine Fotos zeigen.
Mein Papa und mein Bruder haben mir den Zucchinikuchen regelrecht aus der Hand gerissen, mein Opa hätte sich sogar fast an einem Stück verbrannt.

Nur ein erschrockenes "Naaaaaaain" meinerseits konnte ihn davon abhalten, mir sogar die Nuss vom Set zu stibitzen. :)

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Rezept Zucchinikuchen


ergibt eine große Auflaufform oder ein Blech

400g Mehl
400g Zucchini, geraspelt
250ml Öl, Raps oder Sonnenblume
200g Staubzucker
4 Eier
100g Walnüsse, gemahlen
1 Pkg. Backpulver
1 El Kakao
1 Tl Zimt

1.) Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Backform einfetten oder mit Backpapier auslegen.

2.) Eier und Zucker ca. 5 Minuten schaumig schlagen, das Öl langsam dazurühren und die Zucchini unterheben.

3.) Mehl, Backpulver, Nüsse, Kakao und Zimt vermischen und unter den Teig rühren.

4.) Den Teig in die Form füllen und ca. 30-35 Minuten bei 180°C backen.

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Dieser Kuchen ist supersaftig und schmeckt auch noch am nächsten Tag supergut!

Ich wünsche euch eine schöne Woche!

Sonntag, 22. März 2015

Wie man sich den Feind zum Freund macht: Striezel mit Lemon Curd

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In den letzten Jahren ist mir vermehrt aufgefallen, dass viele Hobbybäcker auf Kriegsfuß mit Germteig (=Hefeteig) sind und sich oftmals vor solchen Rezepten "drücken".
 
Vielleicht liegt es ja an den kleinen Biestern, auch Hefepilze genannt, die zeitweilig sehr zickig und anspruchsvoll sein können.
Ist es zu kalt, treten sie in Streik und verrichten ihre Arbeit nicht mehr. Ist es wiederum zu heiß, kapitulieren sie und tun ebenfalls nichts.
 
Für mich waren diese kleinen lustigen Wesen aber nie etwas außerordentlich Kompliziertes oder extrem Besonderes.
Meine Oma macht sich auch heute noch ihre Hilfe zunutze, um leckere Striezel (=Hefezopf) und Strudel herzustellen und schon als Kind konnte ich im Weinkeller meines Papas beobachten, wie die braven Hefepilze fleißig den Traubensaft zu Wein verwandelten. Ein bisschen mysteriös waren sie allerdings immer - wie konnte ein mikroskopisch kleines Teilchen, eine so großartige Tat verrichten?

 
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Es gibt einige Grundregeln, die man beim Backen mit Germ unbedingt befolgen sollte:

  • Hefepilze mögen die selben Temperaturen wie wir Menschen: am angenehmsten ist es für sie bei Körpertemperatur. Alles darunter macht ihnen wenig aus, wird es allerdings zu warm, sterben sie. Alle Temperaturen, die sich auf unserer menschlichen Haut angenehm anfühlen, werden auch von Hefepilzen geliebt. Alle Backzutaten sollten daher lauwarm sein und der Teig beim "gehen lassen" an einem warmen Ort gelagert werden.

  • Wer arbeitet im Normalfall schneller? Eine Hütte voller junger, motivierter Berufsanfänger oder ein Haus voller müder Pensionisten? Na also. Darum sollte man auch immer Hefe verwenden, die noch nicht abgelaufen, ist. (Es gibt natürlich auch Ausnahmen, ich gehe jetzt mal davon aus, dass diese Pensionisten, über die ich hier spreche, ein Leben lang sehr fleißig gearbeitet haben, und anschließend einfach ihre freie Zeit genießen ;) )

  • Gut Ding braucht Weile. Einen Hefeteig herstellen zu wollen, wenn man gerade wenig Zeit hat, ist gerade für Anfänger nicht besonders gut. Die Pilze brauchen angemessene Zeit, um den Teig auch wirklich luftig locker zu machen. Stress mögen sie überhaupt nicht!

  • Geheimtipp: Hefepilze fahren total auf eine kräftige Massage von lauwarmen Händen ab! Der Teig sollte wirklich gut durchgeknetet werden, er wird dadurch schön feinporig.

So schwer ist das doch gar nicht, oder? Je liebevoller die kleinen "Biester" behandelt werden, umso mehr verwandeln sie sich in hilfsbereite und produktive kleine Arbeiter, die in vielen Belangen unersetzlich sind. Durch Verständnis und Kompromissbereitschaft werden so aus Feinden Freunde.

Unter Berücksichtigung dieser Ratschläge könnt ihr euch jetzt getrost an dieses superleckere, frühlingshafte Rezept wagen. Dieser Striezel darf auf keiner Ostertafel fehlen! Gefüllt habe ich ihn mit fruchtigem, selbst gemachtem Lemon Curd.

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Rezept Striezel mit Lemon Curd

ergibt 3 mittelgroße Striezel
(oder 2 große)

750g Mehl
1 Tl Salz
1 Würfel (42g) frische Hefe
200ml Milch
1 El Kristallzucker

200ml Milch
3 gehäufte El Kristallzucker
 100g Margarine
1 Pkg Vanillezucker
1 Ei
Schalenabrieb einer Zitrone

ca. 500g Lemon Curd (Klick für's Rezept!)
1 Ei
Hagelzucker


1.) Mehl mit Salz mischen, in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe in diese Mulde hineinbröckeln.

2.) 200ml Milch mit einem Esslöffel Zucker verrühren und erwärmen, bis sie lauwarm ist. Bitte nicht zu heiß, sonst tötet ihr die Hefepilze! Dann die Milch in die Mulde zur Hefe gießen und beides (also Milch und Hefe) gut vermischen, wobei ein bisschen Mehl mitgemischt wird, sodass eine puddingartige Konsistenz entsteht. Das nennt man "ein Dampfl setzen".

3.) Das Dampfl ca. 10 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich an der Oberfläche Luftblasen bilden.

4.) 200ml Milch mit 3 El Kristallzucker und der Margarine in einem Topf aufwärmen, bis die Margarine geschmolzen, und das Gemisch handwarm ist. Auch hier gilt: nicht zu heiß werden lassen!

5.) Die Milch wird zum Mehl-Dampfl gegeben und mit einem Kochlöffel (oder dem Knethaken einer Rührmaschine) alles verknetet. Ein Ei und die Zitronenschale hinzufügen und zu einem glatten Teig weiterkneten. (Eventuell muss an dieser Stelle noch ein wenig Mehl, falls der Teig zu klebrig ist, oder ein Schluck Milch, falls der Teig krümelt, hinzugefügt werden)

6.) Wenn der Teig schön glatt und homogen ist, lässt man ihn ca. 30 Minuten an einem warmen Ort gehen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt hat. (Mit einem Tuch zudecken!)

7.) Der Teig wird auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz durchgeknetet und in drei Teile geteilt. Zwei davon legt man nun beiseite.

8.) Eine Teigkugel wird jetzt wiederum in drei gleich große Stücke geschnitten. Diese werden jeweils zu einer länglichen Bahn ausgerollt, die ca. 30cm lang und 10 cm breit ist.

9.) Auf den ausgerollten Teigbahnen verteilt man jetzt jeweils ca. 3 El Lemon Curd und die beiden Teig-Längsseiten werden miteinander zu Strängen verklebt.
Jetzt werden die drei Stränge an einem Ende zusammengedrückt und geflochten.
Die Punkte 8 und 9 werden für die beiden anderen Teigkugeln wiederholt.

10.) Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die drei Striezel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backbleck legen.

11.) Ein Ei verquirlen und die Striezel damit bestreichen, anschließend mit Hagelzucker bestreuen und bei 200°C ca. 35 Minuten backen. Auskühlen lassen - Fertig!



Es gibt also ein paar "Grundregeln" die man beim Zubereiten eines Germteiges beachten sollte. Hat man den Dreh aber erst mal raus, geht alles kinderleicht von der Hand!

Ich wünsche euch eine schöne Woche und viel Spaß beim Nachbacken!

Hugs and Kisses
Kathi

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Glühwein-Gugelhupf für Charlotte

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Vielleicht haben einige von euch ja gesehen, dass ich am Sonntag bei Charlotte am Blog zu Gast war. Mitgebracht habe ich ihr einen leckeren Glühwein-Gugelhupf, der auf keiner Festtafel fehlen darf.

Ich freue mich sehr, Charlottes Blog entdeckt zu haben, da österreichische Backblogger noch immer eher selten anzutreffen sind. Vor allem die, die in meiner Nähe wohnen. Es lohnt sich für euch auf jeden Fall, auf Baking-Charlotte vorbeizuschauen, denn ihre Seite ist genau so zuckersüß wie die Rezepte, die sie dort postet.

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An Weihnachten gibt es bei uns immer Kekse. Oft nasche ich bereits im Advent so viele davon, dass ich sie am Christabend schon gar nicht mehr ansehen kann. Wovon ich allerdings nie genug bekommen kann, sind Kuchen in jeglichen Varianten.
Darum habe ich euch heute einen meiner Liblinge mitgebracht: Glühwein-Gugelhupf.
 

Dieser flaumig-saftige Gugelhupf schmeckt nach Weihnachten und steht somit jedes Jahr auf meiner Winter-Backliste.
Zimt und ein leichter Hauch von Nelken runden das Weinaroma prima ab und man träumt sich mit dem ersten Bissen sofort an einen romantisch-verschneiten Christkindlmarkt.

Am liebsten esse ich den Glühwein-Gugelhupf noch lauwarm, mit zart schmelzender Zuckerglasur.



Rezept Glühwein-Gugelhupf
 
250g Kristallzucker
250g Butter
1 Pkg Vanillezucker
4 Eier
4 Tl Backkakao
1 Tl Zimt, gemahlen
1 Msp Nelken, gemahlen
1 Prise Salz
1/2 Pkg Backpulver
250g Mehl
120g Walnüsse, gerieben
100ml guten Rotwein
 
100g Staubzucker
ca. 4 El Rotwein
 
 
1.) Die Gugelhupfform einfetten und mit Mehl ausstauben. Das Backrohr auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
 
2.) Kristallzucker, Vanillezucker und Butter in einer Schüssel aufschlagen. Nach und nach die Eier einrühren, bis eine homogene Masse entsteht.
 
3.) Kakao, Salz und Gewürze untermixen.
 
4.) Mehl in eine Schüssel geben, Backpulver hineinsieben und die Nüsse unterrühren. Die Mischung abwechselnd mit den 100ml Rotwein unter die Eimasse rühren, bis ein homogener Teig enststeht.
 
5.) Den Teig in die Gugelhupfform füllen und auf mittlerer Schiene ca. 50 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. Kuchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen.
 
6.) Staubzucker und Wein zu einer Glasur verrühren und über den abgekühlten Gugelhupf träufeln.
 
Dieser leckere Kuchen gehört in mein Weihnachts-Repertoire und darf auf keiner festlichen Tafel fehlen!
 
Ich wünsche euch ein wundervolles Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage!
 
Hugs and Kisses
Kathi
Samstag, 27. September 2014

Von Pumpkin Pie und Pannen...

In jeder Küche läuft mal was schief und so natürlich auch in meiner. Also eigentlich in der meiner Oma, denn das ist die, in der ich immer backe. Logischerweise sieht man auf Blogs fast immer nur schön hindrapierte und dekorierte Bilder. Das Chaos, das sich hinterm Fotografen erstreckt, wird schweigend weggelassen.

Speisen oder Bäckereien, die nicht lecker aussehen werden normalerweise ebenfalls auf Blogs nicht gezeigt. Und wenn mal was nicht so gut schmeckt, aber zumindest passabel aussieht, kann man es getrost herzeigen. Das werde ich heute machen.

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Seit einer gefühlten Ewigkeit will ich schon ein Stück Pumpkin Pie kosten. Weil das hierzulande nicht so häufig anzutreffen ist, wollte ich einfach mal selbst ausprobieren eine solche Pie zu backen. Schließlich muss der tolle Kuchen, der ja der Lieblingskuchen von Harry Potter sein soll (nur so am Rande angemerkt), unglaublich gut schmecken. Zumal es in Amerika sogar schon Pumpkin Spice Latte gibt, die im Geschmack sehr an Pumpkin Pie erinnern soll. Na klar, ist ja auch das selbe Gewürz drin.

Pumpkin Spice Latte habe ich letztes Jahr selbst mal ausprobiert. War ganz lecker, aber auf den Blog hat es das Rezept dennoch nicht geschafft.

Nun musste eben eine klassische Pumpkin Pie her.
Das mühsamste an der ganzen Angelegenheit ist die Herstellung des Kürbispürees. Dazu muss man den Kürbis in Scheiben schneiden und ca. 30 Minuten bei 200°C im Backrohr "garen" dann schälen (sofern man das nicht schon gemacht hat) und pürieren.
Letztes Jahr hatte ich schon Püree hergestellt, dann war aber so wenig Zeit übrig, dass ich einfach eine Suppe draus gemacht habe.

Dieses Mal war es aber so weit: ich hatte das Kürbismus und auch die Zeit eine Pie zu machen. Alles lief glatt. Bis zum Zeitpunkt, als ich Fotos machen wollte. Kennt ihr das, wenn man vor seinem inneren Auge das Foto schon ganz genau kennt, bis ins kleinste Detail? Wenn man ganz genau weiß, wie das Endergebnis aussehen soll?
Jap. Genau. Klappt selten bis garnicht. So auch dieses Mal.

Ich wollte unbedingt den schönen gelb-orangen Kürbis auf meinem hellblau getupften Geschirrtuch fotografieren und dann noch schöne Fotos vom Kuchen selbst machen.
Erst mal konnte ich besagtes Geschirrtuch nicht finden. Genauer gesagt konnte ich kein einziges meiner Tücher mehr finden. Sie sind leider im Renovierungs-Chaos untergegangen.
Egal, man muss ja flexibel bleiben. Von Omi eine andere Unterlage ausborgen und loslegen... Irgendwie wollte das mit den Fotos heute aber nix werden. Licht zu schlecht, Pie nicht wirklich fotogen, und so weiter. Ich war nur mit einem einzigen Foto zufrieden und darum gibt's in diesem Post eben auch nur dieses.
Dann ging es ans anschneiden. Ein schönes Stück Pumpkin Pie mit einem guten Klecks Schlagobers auf einem tollen Teller, eventuell mit etwas Pumpkin Spice bestreut - so sollte es aussehen. Aber leider ist mir das erste Kuchenstück noch in der Form zerfallen. Auch das Zweite und das Dritte ebenso. Fototechnisch wurde ich gestern vom Pech verfolgt.

Naja, Kopf nicht hängen lassen, Hauptsache es schmeckt lecker oder?
Tja... so viel sei gesagt: Kürbiskuchen und ich werden keine Freunde werden. Die Pie schmeckt nicht schlecht, im Gegenteil. Meine Mama, meine Oma und auch mein Opa haben begeistert zugeschlagen. Aber ich konnte mich mit dem Geschmack nicht so wirklich anfreunden.

Man soll ja niemals "Nie" sagen, aber so wie ich das momentan sehe, war dieses kulinarische Date mit dem Amerikaner das erste und gleichzeitig das letzte Zusammentreffen.

Für alle unter euch, die Pumpkin Pie lieben und das Rezept ausprobieren möchten: klickt einfach unten auf den Link, dann kommt ihr zur Anleitung.


Rezept Pumpkin Pie
(von Chefkoch)

Klick


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
 
Hugs and Kisses
Kathi
Freitag, 19. September 2014

Birnen im Herbstmantel


Am ersten September war meteorologischer Herbstbeginn und für viele Schüler und Lehrer hieß es wieder einmal: zurück in den Alltagstrott. Leider war das Wetter hier im Osten Österreichs in den letzten Tagen weder warm noch schön. Der Sommer war heuer sehr windig und verregnet, aber auch das hatte seine schönen Seiten: ich konnte mich in mein neu gestrichenes und frisch bezogenes Bett kuscheln, tolle DVDs ansehen und brauchte dabei noch nicht mal ein schlechtes Gewissen zu haben, da man draußen sowieso nicht besonders viel anfangen konnte. Das einzige, das sich seither geändert hat, ist die Temperatur, die rapide gesunken ist und das hervorholen der kuscheligen Wollpullover notwendig gemacht hat.


In den letzten Jahren habe ich den Herbst lieben gelernt, doch das war leider nicht immer so. Als ich noch zur Schule ging, waren die ersten sonnigen aber bereits etwas kühleren Tage dieser Jahreszeit geprägt von Nervosität und Bedauern, dass nun wieder der tägliche Alltag eines Schülers auf mich wartete (Ich war zwar immer eine gute Schülerin, würde aber aus der jetzigen Sicht versuchen, die Schulzeit mehr genießen). Außerdem stand uns als Familienbetrieb im September auch immer die Weinlese bevor, die die stressigste und arbeitsreichste Zeit im Jahr eines Winzers bedeutete.

Auch heute noch beginnt im Herbst die Universität und auch an der Weinlese hat sich überhaupt nichts geändert, doch ich habe gelernt den Herbst für viele andere Dinge zu lieben, die er uns beschert. Seine süßen überreifen Früchte, die wunderschönen warmen Farben, in die das Laub auf den Bäumen getaucht wird, die letzten Sonnenstrahlen die ein letztes Mal die Nase kitzeln, bevor diese in den kalten Wintermonaten vor Kälte ganz taub wird. Ich liebe sogar das nebelige "Waschküchenwetter" im November. Dieses ganz besonders. Ich fühle mich darin geborgen, wie in einer sanften Wattewolke, die mich wabbernd umhüllt.


Ganz besonders mag ich aber die leckeren Dinge, die man aus den reifen Früchten zaubern kann. Und das ultimative Herbst-Obst sind (neben Äpfeln und Zwetschken) eindeutig süß-saftige Birnen.
Und weil sich die Birnen auch in ein Jäckchen einkuscheln dürfen sollen, wenn die Temperaturen draußen sinken, habe ich sie einfach in locker-flockigen Blätterteig eingepackt.


Rezept Birnen im Herbstmantel
für 6 Birnen

6 reife Birnen
1 1/2 Pkg. Blätterteig
etwas Margarine
1 Ei
1 El Milch
Karamellsauce (Rezept siehe unten)
gehackte Haselnüsse
Staubzucker zum Bestreuen

1.) Ofen auf 200°C Heißluft vorheizen. Birnen vorsichtig abspülen und trocken tupfen. Ein Backblech oder eine Auflaufform mit etwas Margarine einfetten oder mit Backpapier auslegen.

2.) Den Blätterteig in 6 Rechtecke teilen (Die ganze Rolle wird in 4 Rechtecke geschnitten und die halbe in 2). Dann wird in die Mitte eines jeden Blätterteig-Vierecks ein kleiner Schlitz geschnitten, und dieser so über den Stängel gelegt, dass der dann oben aus dem Teig hinausschaut. Unten (am Boden der Birne) wird der Teig "zusammengeklebt" und die Birne somit gut eingepackt. Die Birnen mit genügend Abstand auf das Backblech setzen.

3.) Das Ei wird mit einem Esslöffel Milch verquirlt und der Blätterteig dann damit bestrichen.

4.) Bei 200°C ca. 30 Minuten backen, bis der Blätterteig schön aufgegangen und goldbraun geworden ist.

5.) Karamellsauce zubereiten (siehe unten) und Haselnüsse ohne Fett in einer Pfanne kurz anrösten.

6.) Etwas Karamellsauce auf einem Teller verteilen, Birne im Herbstmantel daraufsetzen, mit Haselnüssen garnieren und mit Puderzucker bestreuen.

ACHTUNG!!! Die Birnen sind innen mega heiß, wenn sie aus dem Ofen kommen, also bitte etwas auskühlen lassen, und vorsichtig probieren. Aber unbedingt noch warm essen :)
Rezept Karamellsauce

200g Kristallzucker
1 Pkg. Vanillezucker
200ml Schlagobers

1.) Den Zucker mit dem Vanillezucker vermischen und in eine flache Pfanne geben.

2.) Dieses Gemisch wird jetzt auf der Herdplatte erhitzt, ohne umzurühren, bis der Zucker schmilzt und Bernsteinfarben wird. Achtung: Der Zucker brennt sehr leicht an und die Karamellsauce wird dann bitter, also immer unter Beobachtung arbeiten. Ich drehe die Ofenplatte nicht auf volle Stärke auf, sondern nehme von 9 Stufen ca. die Siebente. Also quasi 75% der vollen Hitze. Das klappt ganz gut.

3.) Wenn wir das goldbraune Bernstein-Stadium erreicht haben, nehmen wir die Pfanne von der heißen Platte und rühren vorsichtig das Schlagobers unter. Der Zucker wird jetzt möglicherweise wieder fest werden. Davon nicht beirren lassen und weiterrühren, eventuell nochmals ein wenig auf der Herdplatte erwärmen.

4.) Nach einigen Minuten ständigen Rührens hat man dann eine recht flüssige Karamellsauce, die aber richtig schön cremig wird, wenn sie etwas ausgekühlt ist.



Und was ist mit den Resten?

Da man für die Birnen ja nur 1 1/2 Rollen Blätterteig braucht, bleibt normalerweise eine halbe Rolle übrig. Um diese nicht zu "verschwenden" habe ich sie einfach halbiert und von einer Hälfte 6 Blätter ausgeschnitten, die ich dann auf die mit Teig überzogenen Birnen gelegt habe.

Auf das noch ganze Teigviertel habe ich Marmelade gestrichen und den Blätter-Ausschnitt drübergelegt. Rand mit einer Gabel festdrücken, mit Eier-Milch-Mischung bestreichen und ebenfalls ein paar Minuten bei 200°C Heißluft backen.


Selbst den größten Skeptikern in der Familie haben die Birnen fabelhaft geschmeckt, ich würde sogar sagen, dass sie zu den besten Speisen gehören, die ich dieses Jahr gebacken habe.
Also unbedingt ausprobieren!!
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und ein wundervolles Herbst-Wochenende.
Hugs and Kisses
Kathi
Dienstag, 26. August 2014

Grinsekatzen-Kuchen für eine Babyparty im Wunderland

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Kindheitserinnerungen sind etwas ganz Besonderes und viele Momente, an die ich mich selbst noch erinnern kann, habe ich mit meiner Cousine erlebt. Sophie ist nur fünf Monate älter als ich und wohnte damals im übernächsten Haus. Wir können beide unzählige Geschichten erzählen, die wir miteinander teilen. Seien es die neuen Haarschnitte, die wir uns mit vier Jahren gegenseitig mit der Nagelschere verpasst haben, oder die heißen Sommernachmittage am Pool unserer Großeltern, zu zweit war alles lustiger.
Umso unglaublicher ist es, dass Sophie in wenigen Tagen bereits eine eigene kleine Tochter in den Armen halten wird, die ihr sicherlich genau so viele wundervolle, glückliche aber manchmal leider auch sorgenvolle Momente bescheren wird, wie wir einst unseren Müttern.


Die ganze Familie wartet bereits sehnsüchtig auf die kleine Alice. Und weil wir uns so sehr freuen und es gar nicht erwarten können, bis sie endlich da ist, haben wir schonmal mit einer Baby-Party vorgefeiert. Es gab viel zu essen und zu trinken, niedliche Geschenke, eine wunderschöne Windel-Torte und der werdende Papa hat superleckere Burger gegrillt. Dass wir letztendlich fast vom Regen davongespült wurden, juckte niemanden besonders, denn die Stimmung war super!

Anlässlich dieser freudigen Feier habe ich mir etwas ganz besonderes überlegt und die Torte auf das Thema abgestimmt. Ihr dürft dreimal raten, warum sich die werdenden Eltern gerade den schönen Namen "Alice" ausgesucht haben...

Alice im Wunderland.



Rezept Grinsekatzen-Kuchen
(Zebrakuchen)
 
für eine 26cm Springform
 
380g Mehl
1 Pkg Backpulver
250g Staubzucker
1 Pkg Vanillezucker
5 Eier
125ml Wasser
250ml Sonnenblumenöl
1 Prise Salz
1 Msp. Lebensmittelpaste rosa
1 Msp. Lebensmittelpaste lila
2 Eiklar
350g Topfencreme
ev. Zuckerperlen zum Verzieren
 
1.) Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Springform mit Backpapier auslegen.
 
2.) Mehl, Backpulver und Zucker in eine Schüssel sieben, dann Vanillezucker, Wasser, Öl und die 5 Eier gemeinsam mit einer Prise Salz untermixen, bis ein glatter Teig entsteht.
 
3.) Der Teig wird jetzt gleichmäßig auf zwei Rührschüsseln aufgeteilt und die eine Hälfte rosa, die andere lila eingefärbt.
 
4.) Die zwei Eiklar zu Schnee schlagen und eine Hälfte unter die rosarote Teigmasse heben und die andere Hälfte unter die lila Teigmasse rühren.
 
5.) Jetzt werden abwechselnd zwei Esslöffel rosa Teig in die Mitte der Springform gegeben und darauf dann genau mittig zwei Esslöffel vom lila Teig. Dann wieder rosa,... So verfährt man weiter, bis konzentrische Kreise entstehen und die ganze Masse in der Springform ist.
 
6.) Den Kuchen bei 180°C ca. 60 Minuten backen (Stäbchenprobe!). Den Kuchen abkühlen lassen, aus der Form nehmen, auf eine schöne Tortenplatte geben und mit der Topfencreme bestreichen. Dazu sollte der Grinsekatzen-Kuchen (der ja eigentlich ein Zebrakuchen ohne Kakao ist) ganz ausgekühlt sein. Mit Zuckerperlen bestreuen, Fertig!
 
 
Dieser Kuchen ist von total flaumig-saftiger Konsistenz und hat allen wunderbar geschmeckt.
Ich wünsche den werdenden Eltern eine wunderschöne Zeit und euch ganz viel Spaß beim Nachbacken!
 
Hugs and Kisses
Kathi
Dienstag, 17. Juni 2014

Holunderblütensirup & Summer To Do - List


Bei uns im Osten Österreichs hat in den vergangenen Tagen der Sommer Einzug gehalten. Temperaturen über 25°Celsius und sternenklare Nächte kündigen die sich stetig nähernde Ferien- und Urlaubssaison an. Laue Nächte für lustige Grillpartys mit Freunden und stundenlanges Faulenzen im Garten sind nun angesagt.

Obwohl der Frühling schon immer meine Lieblingssaison war, liebe ich den Sommer. Die unbeschwerteste Zeit als Kind hatte ich einfach immer im Juli und August, wenn die Schulen geschlossen waren und ich viel Zeit für die verschiedensten Abenteuer hatte, ohne an Hausaufgaben und Schularbeiten denken zu müssen.


Auch heute ist dieses Gefühl von Freiheit und Ausgelassenheit, welches sich damals fest in meinen Kopf geprägt hat, immer noch vorhanden und kommt jedes Jahr mit den ersten heißen Tagen wieder zum Vorschein.
Ganz so unbeschwert wie damals ist es für mich heute nicht mehr. Das gehört wohl zum Erwachsenwerden beziehungsweise -sein dazu. Ich habe im Laufe der Zeit mit meiner Arbeit und Ausbildung viel Verantwortung übernommen. Außerdem muss ich mich um Lebewesen kümmern, die auch in den Sommerferien Hege, Pflege und vor allem viel Liebe brauchen.
Ob dies jetzt den Sommer für mich weniger schön und aufregend macht? Nein, ganz im Gegenteil! Ich mache eine supertolle Ausbildung, die zwar im Sommer ruht, mir aber im restlichen Jahr so viel gibt, dass ich diese zwei bis drei Sommermonate unbeschadet überstehe ;).
Alle kleinen und großen Abenteuer, die ich damals unbeschwert begangen habe, kann ich jetzt mit meinen beiden Hunden erleben. Durch Bounty und Xeno erlebe ich das ganze Jahr über die schönsten Tage, die ich je hatte, zu jeder Tages-, Nacht- und Jahreszeit.


Dennoch ist und bleibt der Sommer etwas ganz besonderes für mich. Er erweckt in mir immer noch das starke Gefühl von Freiheit und Aktivitätsdrang.
Dieses Jahr habe ich mir einfach mal eine Liste von Dingen zusammengestellt, die ich bis zum Herbst gemacht und erlebt haben will.


Kleine Freuden gehören zum Sommer einfach dazu.
Und sei es nur, an einem glühend heißen Tag im Schatten zu sitzen und eisgekühlte Limondade zu trinken. Am allerbesten schmeckt es natürlich selbstgemacht.


Nichts eignet sich zur Erfrischung besser, als Holunderblütensaft auf Eis. Durch den Sirup, der zum Saft verdünnt wird, kann man selbst bestimmen, wie intensiv es denn schmecken soll. Das Rezept, welches ihr weiter unten finden werdet, ist toll: der Saft wird nicht zu süß und hat eine angenehme Säure, die ideal für heißes Wetter ist. Das schmeckt nach Sommer!



Rezept Holunderblütensirup
 
ergibt ca. 3 Liter
 
 
25 Holunderblütendolden
2kg Kristallzucker
Saft von einer Orange
Saft von einer Zitrone
100g Zitronensäure
2l Wasser
großes Gefäß
Geschirrtuch
 
 
1.) Die Holunderblütendolden werden frisch geerntet, möglichst nicht, wenn es kurz zuvor geregnet hat.
 
2.) Blüten gemeinsam mit Zucker und allen anderen Zutaten in ein großes Gefäß geben und gut umrühren. Mit dem Geschirrtuch abdecken.
 
3.) Der Sirup wird 3 Nächte lang zum Ziehen stehen gelassen. Dabei täglich einige Male umrühren.
 
4.) Nach der dritten Nacht wird ein frisches Geschirrtuch in ein Sieb gelegt und der Saft durchgefiltert.
 
5.) Den Sirup in Flaschen abfüllen und kühl und dunkel lagern.
 
 
Ich wünsche euch erfrischende Sommertage und viel Spaß beim Nachmachen!
 
Hugs and Kisses
Kathi
Freitag, 27. September 2013

Grießkoch zum Frühstück


Grießkoch ist eine Speise, die mich sehr an meine Kindheit erinnert. Meine Omi hat sie meinem kleinen Bruder und mir immer abends im Winter gemacht, wenn wir Hunger hatten, aber keine Lust auf kalte Brettljause, die es bei uns normalerweise nach getaner Arbeit gab.

Heute weiß ich erst den Wert des einfachen aber superleckeren Grießkochs zu schätzen, das ich mir ab und an immer noch gerne als Frühstück gönne. Der Bikinifigur zuliebe ;).


Nicht nur als süßen und guten Start in den Tag eignet sich dieser Grießbrei bestens, auch als Nachspeise in kleinen Gläsern mit Fruchtspiegel, Kompott oder frischem Obst angerichtet macht er einiges her und ist zudem auch noch ruckzuck zubereitet.


Grießkoch ist für mich vieles: ein Seelentröster, weil es mich an glückliche Kindertage erinnert, ein ewiger Klassiker, der fix aus einfachen Zutaten zubereitet werden kann und trotzdem (oder gerade deswegen) einfach himmlisch schmeckt, eine Nachspeise, die man sowohl Kindern als auch Erwachsenen servieren kann und die diese in ihren Bann zieht, ein Gericht, das man beliebig variieren kann und welches somit nie seinen Reiz verliert oder einfach nur:
ein Frühstück für einen gemütlichen Sonntagmorgen mit seinen Liebsten :)...

womit wir auch beim Thema wären: dieses einfache aber köstliche Rezept ist mein Beitrag zum Blogevent "Speise morgens wie ein Fräulein" von Frl. Moonstruck, anlässlich ihres ersten Bloggeburtstages. Wenn ihr bei diesem Event auch mitmachen möchtet, könnt ihr das noch bis zum 12. Oktober mitmachen!

 
 
Und nicht vergessen: ich lege jedem Fan von Müsli, Pancakes und Oatmeal ans Herz, dem Grießkoch eine Chance zu geben. Es wird eure Frühsückstische im Flug erobern! ;)
 
 


Rezept Grießkoch
 
ergibt 2 Portionen
 
400ml Milch
1,5 El Zucker
4 El Grieß
nach Belieben: Zimtzucker, Kakaopulver, frische Früchte,...
 
1.) Die Milch wird in eine flache Pfanne geleert und mit dem Zucker verrührt. Diese Mischung wird unter ständigem umrühren erhitzt.
 
2.) Wenn die Milch schon heiß ist aber noch nicht kocht, werden ca 4 El Grieß eingerührt und aufgekocht. Der Grieß dickt die Milch bis zu einer breiigen Konsistenz ein. Dies dauert möglicherweise einige Minuten, die man sich auf jeden Fall gedulden sollte.
 
3.) Gibt man zu viel Grieß zu, wird der Brei zu fest und kann mit etwas mehr Milch wieder geschmeidig gemacht werden. Bleibt der Brei zu flüssig, kann noch Grieß nachgegeben werden. Wichtig ist aber ständiges umrühren!
 
4.) Hat der Brei die gewünschte Konsistenz erreicht, kann er in zwei kleine Schüsseln portioniert und angerichtet werden.
Ich esse Grießkoch am liebsten mit Trinkkakao-Pulver oder mit etwas geraspelter Schokolade. Auch frische Beeren und Zimtzucker eignen sich perfekt!


Ich wünsche euch einen leckeren Start ins Wochenende und wünsche euch ganz viel Spaß beim Nachmachen!

Hugs and Kisses
Kathi
Samstag, 14. September 2013

Buttermilch Pancakes


Letzte Woche wollte ich Herrn Kipferl eine Freude machen und ihn mit einem guten Frühstück überraschen. Der Brave fährt nämlich seit August jeden Tag nach Ungarn in eine tolle Firma, in der er einen heißumkämpften Praktikumsplatz ergattert hat.
Der riesengroße Vorteil an unserer Wohngegend ist, dass Herr K. mit dem Auto pendeln kann und unter der Woche nicht unbedingt in einer Wohnung in Ungarn übernachten muss. Leider bedeutet das aber auch, dass der brave Praktikant jeden Tag um 5 Uhr früh aufstehen und sich auf den Weg machen muss.
Da bei mir die Uni erst im Oktober losgeht, und ich mich dann selbst wieder früh genug aus den Federn quälen muss, war ich in den ersten Tagen sehr dazu verleitet, einfach liegen zu bleiben.


Vor einigen Tagen wollte ich Herrn K. aber mit einem Frühstück verwöhnen und fragte, was er sich denn so wünsche.
Die Antwort war: "Pancakes bitte!"

Meine ersten und letzten Versuche in der Kunst des Pancakes-Machens liegen schon einige Jährchen zurück. Damals wollten die kleinen Dinger einfach nichts werden und blieben flach wie Flundern anstatt so schön aufzugehen, wie man sie immer auf diversen Fotos im Internet oder in amerikanischen Kinofilmen betrachten kann.



Also habe ich mich nochmal rangewagt - und mir natürlich ein gutes Rezept gesucht. Dabei bin ich auf den Blog "Penne im Topf" von Ann-Katrin gestoßen, die ein Jahr in den USA verbrachte und sich danach auf die Suche nach dem besten Pancakes-Rezept gemacht hat. Erfolgreich.

Ich habe das Rezept nur ganz leicht adaptiert und bin absolut begeistert. Der geschmeidige Buttermilch-Teig ergibt einen großen Stapel fluffig weicher und herrlich schmeckender Pfannkuchen, die es optisch mit allen Film-Pancakes aufnehmen können!

Herr K. war ebenso begeistert ein derart leckeres und warmes Frühstück zu bekommen - und das um 5:30 Uhr morgens!
Dieses Rezept hat absolut überzeugt und sofort den Weg in mein Kochbuch gefunden. Danke, liebe Ann-Katrin.

Ach übrigens, schaut mal auf ihrem Blog vorbei, da findet ihr viele lecker aussehende Fotos mit den dazugehörigen Rezepten! :)



Rezept Buttermilch-Pancakes
für 3-4 Personen
 
3 El Butter
400ml Buttermilch
2 Eier
250g Mehl
3 Tl Backpulver
1 Prise Salz
50g Zucker
ein Schluck Vanilleextrakt

1.) Butter in einem kleinen Topf schmelzen und auskühlen lassen. 

2.)Eier und Buttermilch in eine Schüssel geben und fluffig aufmixen.

3.) In einer 2. Schüssel werden die trockenen Zutaten gut miteinander vermengt.

4.) Butter, Eiermischung und Vanilleextrakt zum Mehlmix geben und gut durchrühren.

5.) Eine Pfanne mit etwas Öl bepinseln und heiß werden lassen. Dann die Hitze zurückdrehen!

6.) Jeweils 1-1,5 El Teig pro Pancake in die gefettete Pfanne geben und bei geringer bis mittlerer Hitze langsam herausbacken. Wenn der Teig an der Oberseite Blasen bildet, kann der Pfannkuchen gewendet und von der anderen Seite gebräunt werden.

7.) Pfannkuchen mit Butter, Ahornsirup, Fruchtpüree, Vanillesauce oder anderen beliebigen Zutaten servieren.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Nachmachen!

Hugs and Kisses
Kathi
Freitag, 6. September 2013

Schmeckt nach Herbst... Zwetschgenfleck



Der Zwetschgenfleck ist eine Melspeise, die es bei uns jedes Jahr im Spätsommer beziehungsweise Frühherbst zu Essen gibt.
Nicht nur, weil wir ganze 7 Zwetschgenbäume haben, sondern auch weil der dünne Hefekuchen mit den süßen, violetten Früchten schnell und einfach zu machen ist.

Ich muss gestehen, dass ich erstmal gar keine Lust auf einen Zwetschgenfleck hatte. Viel lieber wäre mir ein normaler Rührteig gewesen, da mir die Kombination von diesem mit Früchten weitaus besser gefällt, als die mit Hefeteig.
Nachdem meine Oma aber unbedingt ihre Germ verarbeiten wollte, bin ich losgezogen um das Obst direkt vom Baum zu holen und anschließend gleich den Kuchen damit zu belegen. Es geht ja nichts über frische und vollreife Zutaten ;).


Als der Zwetschgenfleck dann schön heiß und saftig aus dem Ofen kam, musste ich trotz meines anfänglichen "Widerwillens" dann doch zugreifen. Und nochmal, und nochmal.
Das ist das Gefährliche an dieser Köstlichkeit: einmal gegessen, kann ich mich kaum noch zusammenreißen und esse fast den halben Kuchen alleine auf.

 
 
Rezept Zwetschgenfleck
ergibt 2 Bleche
 
500g Mehl
20g Hefe, frisch
250ml Milch
1 Ei
1 Prise Salz
2 El Zucker
2 El Butter
1 Pkg Vanillezucker
Abrieb von 1/2 Zitrone
1 El Rum
ca. 120 Stück Zwetschgen
eventuell Hagelzucker, gehackte Nüsse,(Zimt)zucker... zum Bestreuen
 
1.) Backrohr auf 200°C vorheizen.
Mehl in eine Schüssel geben und in die Mitte eine Mulde drücken. Germ in diese Mulde hineinbröseln. Etwa 50ml der lauwarmen Milch dazugeben und 1 Tl Zucker beifügen. Diese Germ-Mischung gut verrühren und ein klein wenig Mehl vom Rand mit untermischen, sodass ein klebrig-nasser Vorteig entsteht. 10 Min ruhen lassen.
 
2.) In einem kleinen Topf die restliche Milch mit der Butter und dem übrigen Zucker erwärmen und gut verrühren. Nicht heiß werden lassen, nur handwarm!!
Milchmischung zum Vorteig gießen, Salz und Ei dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten.
 
3.) Den Teig auf zwei Portionen aufteilen, beide Teige zu Kugeln formen, auf eine bemehlte Fläche legen, mit einem trockenen Geschirrtuch abdecken und ca. 30 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
 
4.) Nach dem "Gehen" beide Kugeln mit einer Teigrolle zu flachen "Fleck" ausrollen, jeweils in der Größe eines Backblechs.
 
5.)Zwetschgen entsteinen. Dazu drückt man sie jeweils an beiden Polen aneinander, bis sie auf einer Seite aufplatzen. Jetzt kann der Kern entnommen werden. Die geöffneten Früchte dicht an dicht auf den Teig legen und leicht andrücken.
 
6.) Bleche ins Backrohr schieben und ca. 35 bis 45 Minuten backen, bis der Teigrand leicht gebräunt ist.
Nach dem herausnehmen kann der Kuchen noch mit Hagelzucker, gerösteten und gehackten Nüssen, oder nach dem Auskühlen mit Staubzucker und/oder Zimt bestreut werden.
 
 



Für diesen Kuchen werden ganz schön viele Zwetschgen gebraucht - aber das macht ihn erst so richtig fruchtig und saftig!

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbacken und ein schönes Wochenende!
 
Hugs and Kisses
Kathi